Lernen, debattieren, vernetzen… Nachbetrachtung zum IsraelSoliCamp 2010

Vom 3. bis 5. Dezember 2010 veranstalteten der Freundeskreis der Bezalel Academy of Arts & Design Jerusalem in Deutschland e.V., DIKA – Verein zur Förderung des Deutsch-Israelischen Kulturaustausch e.V. und das Netzwerk Hamburg für Israel gemeinsam mit und in dem ABC Bildungs- und Tagungszentrum e.V. in Hüll bei Hamburg das IsraelSoliCamp. Gefördert wurde die Tagung von der Landeszentrale für politische Bildung, der Amadeu Antonio Stiftung sowie der Robinson-Stiftung, denen unser Dank gilt.

Trotz der extrem schlechten Straßen- und Schienenverhältnisse nahmen an der Veranstaltung rund 40 Personen – vom Mideast Freedom Forum Berlin, Stop the Bomb über Mitglieder verschiedener politischer Parteien und Vereine, Journalisten und Einzelpersonen – teil und ermöglichten einen regen inhaltlichen Austausch über Israel, den Nahostkonflikt, Antisemitismus und Antizionismus und die Herausforderungen und Strategien israelsolidarischer Arbeit.
Der BarCamp-Charakter der Tagung bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowohl die Möglichkeit, die eigene Arbeit vorzustellen, Themen und Fragen einzubringen und diskutieren zu lassen als auch das bereits im Vorfeld organisierte Programm des Camps zu nutzen und sich Vorträge anzuhören. Die Anwesenheit sowohl der Botschaft des Staates Israel als auch des Sprechers der Liberalen Studenten Irans aus der exiliranischen Oppositionsbewegung ist als großer Erfolg des IsraelSoliCamps zu werten.

Durch die Vorträge zu Antisemitismus in der exiliranischen Bewegung (Saeed Ghasseminejad – Sprecher der liberalen Studenten und Akademiker aus dem Irans), Antisemitismus in der Linken (Kritikmaximierung) und historische und moderne antisemitische Karikaturen (Hamburger Studienbibliothek) sowie dem Bericht über die Ergebnisse und den Stande der Dinge der Kampagne „Stop the Bomb“ aber auch durch das Interesse der Teilnehmenden lag der inhaltliche Schwerpunkt dieser Tagung auf dem Iran und Antisemitismus. Daneben fanden aber auch andere Themen ihren Raum wie z. B. das israelische Bildungssystem (Nirit Bialer – Botschaft des Staates Israel) oder israelsolidarische Arbeit auf dem „platten“ Land (Jusos). Außerdem wurden verschiedenen Fragen diskutiert: Wo sollte der Schwerpunkt israelsolidarischer Arbeit liegen: Sollten man sich auf die Kritisierung von Antisemitismus und Antizionismus konzentrieren oder versuchen, in der Öffentlichkeit ein anderes positives Bild Israels zu etablieren? Oder sollte man eine andere Position gegenüber „Israelkritikern“ als gegenüber israelsolidarischen Menschen einnehmen? Etc.

Der BarCamp-Charakter dieser Veranstaltung hat den regen Austausch der Anwesenden gefördert und darüber hinaus sehr dazu beigetragen, sich gegenseitig kennen zu lernen, Kontakte zu knüpfen und Kooperationen zu entwickeln. Und so ist es uns gelungen, einen weiteren Schritt in Richtung eines starken, israelsolidarischen Netzwerkes in Deutschland zu machen.
Der nächste Schritt ist für den kommenden Herbst geplant: mit besserem Wetter, neuen Vorträgen und dem Ziel, das Netzwerk zu stärken, auszubauen und zu professionalisieren!


Die Agenda der „Israelkritiker“ – Rückblick auf die Veranstaltung mit Alex Feuerherdt

Am 1. und 2. November 2010 veranstaltet das Netzwerk „Hamburg für Israel“ zusammen mit dem Freundeskreis der Bezalel Academy of Arts & Design Jerusalem in Deutschland e.V. einen Vortragsabend mit dem freien Publizisten Alex Feuerherdt zum Thema „Die Agenda der ‘Israelkritiker’“. Am Montagabend fanden sich gut 80 Menschen im Zentrum für jüdische Bildung Chabat Lubawitsch im Hamburger Grindelviertel ein; am Dienstag versammelten sich in der Jüdischen Gemeinde Pinneberg rund 40 Interessierte.

Wir haben den Vortrag in Hamburg aufgenommen (Alex Feuerherdt: Die Agenda der „Israelkritiker“ | mp3-Download 45,8 MB).

Bei Interesse kann der Vortrag von Alex Feuerherdt auch auf YouTube angeschaut werden.

„Seit Jahren schon tobt der derzeit wohl blutigste Konflikt weltweit. Über 400.000 Tote und rund 2,5 Millionen Vertriebene hat er bislang gefordert. Ganze Orte wurden zerstört, es kam zu zahlreichen Massakern, die Zivilbevölkerung leidet bitterste Not. Alle internationalen Bemühungen blieben erfolglos, immer wieder geht das Morden aufs Neue los. Längst hat das Kriegsgeschehen auch auf die Nachbarländer übergegriffen.“ Wir sind in Darfur / Sudan – nicht im Nahen Osten, obwohl sich die Worte Alex Feuerherdts wie die Berichterstattung deutscher Medien anhören, die den Nahostkonflikt zu ihrem liebsten schlimmen Konflikt auserkoren haben, obwohl es doch wesentlich schlimmere und blutiger gibt.
Laut einer Umfrage der EU-Komission von 2003 glauben 65 Prozent der Deutschen, dass Israel die größte Gefahr für den Weltfrieden sei. 2004 meinten gar 68,3 Prozent, dass Israel ein Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser führe und die BBC fand 2007 in einer Umfrage heraus, dass 77 Prozent der Deutschen sich eindeutig negativ gegenüber Israel positionieren würden. Ähnliche Werte lassen sich ansonsten nur in Ägypten oder dem Libanon finden.

Doch warum haben die deutschen „Israelkritiker“ so ein schlechtes Bild von Israel? Alex Feuerherdt versuchte sich in seinem Vortrag einer Antwort auf diese Frage zu nähern und ging ausführlich auf die Argumentationsweise und die Ideologie der „Israelkritiker“ ein. Vor allem macht er hierbei drei ständig auftauchende Argumentationsmuster aus.

  1. Der klassische „Israelkritiker“ meint aus der Vergangenheit das Richtige gelernt zu haben. Er versteht sich als Freund Israels, der gut gemeinte Kritik äußert. Dementsprechend entrüstet ist er, wenn ihm Antisemitismus vorgeworfen wird. Sein lauteres Motiv: Israel vor den Fehlern der Deutschen zu bewahren, sie von den Lehren der deutschen Vergangenheitsbewältigung profitieren zu lassen. Aber die „Israelkritiker“ gehen in ihrer Argumentation noch weiter. Während sie meinen, die Deutschen – die Täter – hätten aus der Vergangenheit gelernt, bezichtigen sie die Opfer und ihre Kinder, „die es ja eigentlich besser wissen müssten“, einer Unbelehrbarkeit.
  2. Außerdem versteckt sich der „Israelkritiker“ gerne hinter jüdischen Freunden und ihrer Kritik an Israel – frei nach dem Motto, „Sagen die Juden selbst!“ und tief verhaftet in dem einigermaßen absurden Glauben, dass Juden keine Antisemiten sein könnten.
  3. Und obwohl der „Israelkritiker“ sich lauterer Motive wähnt, meint er, dass ihm als Deutschem Kritik an Israel verboten würde und er mit der „Antisemitismuskeule“ bestraft würde; wer diese jedoch schwingt, versinkt im nebulösen Wahn seines antisemitischen Weltbildes.

Anhand drei aktuellen Beispiele verdeutlichte Alex Feuerherdt die Weltsicht der „Israelkritiker“ und betonte ihr Unvermögen, sich auf rationale Argumente einzulassen: an den Reaktionen auf die sogenannte Free Gaza Flotte und die tödlichen Zwischenfälle auf der Mavi Marmara, an dem Bericht von Amnesty International „Troubled Waters“ und dem Vorwurf, die israelischen Siedlungen seien das Haupthindernis bei einem Frieden zwischen Israelis und Palästinensern.

Dass es den „Israelkritikern“ nicht um eine Parteinahme für die leidende palästinensische Zivilbevölkerung ginge, sondern um eine – versteckt im Mantel vermeintlich berechtigter „Israelkritik“ – Delegitimierung des jüdischen Staates, zeigt sich deutlich, an dem mangelnden Interesse für die Palästinensern. Lässt sich Israel offensichtlich nicht als Schuldiger darstellen, ist das Leid der Palästinenser unwichtig. Nur als Opfer der Juden zählen sie.

Gleichzeitig werden die Palästinenser nicht als selbstbewusste Subjekte angesehen. Ruft beispielsweise die Hamas zur Vernichtung Israel auf und beruft sie sich dabei auf die Protokolle der Weisen von Zion, wird dies als Reaktion auf vermeintliche israelische Ungerechtigkeiten präsentiert. Dass „auch“ Palästinenser wohlmöglich ernst genommen werden müssen, in dem was sie sagen und wie sie handeln, erscheint einigen offenbar schlichtweg absurd.

Aufgrund des antisemitischen Welterklärungsmodells der sogenannten „Israelkritiker“ kann Israel letztlich tun und lassen, was es will – stets würde es als Urheber von Unrecht ausgemacht.

In einer der anschließenden Diskussionen fragte einer Zuhörer Alex Feuerherdt, was man denn nur gegen diese „Israelkritiker“ tun könnten. Dieser Antisemitismus käme wie eine Krankheit daher, gegen die es keine Medizin gebe. Damit waren wir mal wieder mit der Frage konfrontiert: Und nun? Was nützt unsere Kritik, wenn sich Antisemiten rationalen Argumenten nach wie vor entziehen?
Und weil auch an diesen Abenden niemand das Allheilmittel gegen diese Krankheit präsentieren konnte, bleibt uns nur die Kritik, die wir deutlicher denn je artikulieren müssen, bleibt uns nur die Ausdauer, unsere Zusammenarbeit und unserer Verstand – auch wenn man manchmal schier verrückt werden möchte an den „Argumenten“ der „Israelkritiker“.


IsraelSoliCamp 2010 – Jetzt anmelden!

Jetzt anmelden zum IsraelSoliCamp:

Fr., 3. bis So., 5. Dezember 2010
in Drochtersen-Hüll / bei Hamburg

Das IsraelSoliCamp wird vom 3. bis 5. Dezember soll in Hüll (bei Hamburg) als Workshop- und Vernetzungs-Event mit BarCamp-Charakter (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/BarCamp) statt finden. Wie bei anderen BarCamps (auch „Un-Konferenzen“ genannt), sind dabei alle teilnehmenden Personen aktive GestalterInnen und nicht bloß passive ZuhörerInnen. Die Workshops, Vorträge, Sessions und sonstigen Inhalte des IsraelSoliCamps werden nicht vorgegeben, sondern können und sollen von allen Teilnehmenden eingebracht werden.

Die Teilnahme an den jeweiligen Angeboten ist optional und das Camp bieten zudem Raum, informelle Gespräche zu führen, ob während der Sessions, bei Kaffee und Kuchen oder einer Party am Samstagabend. Neben vielen anderen Programmpunkten wird es die Möglich- keit geben, den Film „The Case for Israel“ mit Alan Dershowitz zu sehen und zu diskutieren. Ziel der Veranstaltung ist zum einen ein inhaltlicher Austausch über Themen rund um Israel, den Nahostkonflikt sowie über die Bekämpfung von Antisemitismus und Antizionismus. Zum anderen soll das IsraelSoliCamp zur Vernetzung von israelsolidarische Gruppen und Einzelpersonen (z.B. Blogger_innen, Journalist_innen) beitragen. Das IsraelSoliCamp ist dabei gruppen- und konfessionsübergreifend konzipiert und parteiunabhängig.

Unter http://israelsolicamp.mixxt.org/ können sich Interessierte über das IsraelSoliCamp informieren, sich an der Vorbereitung und inhaltlichen Planung beteiligen und vorab austauschen. Mitarbeit und Ideen für die konkrete Ausgestaltung der Veranstal- tung sind ausdrücklich gewünscht. Eine Anmeldung (http://abc-huell.de) ist unbedingt notwendig. Teilnahmebeitrag: 45,-€ (35,- € ermäßigt) inkl. Unterkunft und Vollverpflegung. Weitere Informationen, Kontakt- und Austauschmöglichkeit sind auf unser Webseite zu finden.

Veranstalter:
* ABC Bildungs- und Tagungszentrum e.V. – abc-huell.de
* DIKA – Verein zur Förderung des Deutsch-Israelischen Kulturaustauschs e.V. – dikaev.wordpress.com
* Hamburg für Israel – hamburgfuerisrael.wordpress.com
* Freundeskreis der Bezalel Academy of Arts & Design Jerusalem in Deutschland e.V.


Die Agenda der „Israelkritiker“ – Vortrag von Alex Feuerherdt

Wir laden ein zur folgenden Veranstaltungen in Hamburg und Pinneberg:

Die Agenda der „Israelkritiker“ – Vortrag von Alex Feuerherdt

  • Montag, 1. November · 19:30 – 22:00
    Ort: Chabat Lubawitsch Hamburg, Rentzelstraße 36-40, Hamburg
  • Dienstag, 2. November · 19:30 – 22:00
    Ort: Jüdische Gemeinde Pinneberg, Clara-Bartram-Weg 14, Pinneberg

Im Auftrag der Vereinten Nationen erarbeitet und veröffentlicht eine Untersuchungskommission unter dem Vorsitz des Juristen Richard Goldstone einen Bericht, der eine fast 600 Seiten dicke, vehemente Anklageschrift gegen Israel ist und sich zu großen Teilen auf Stellungnahmen antiisraelischer NGOs stützt. Die populäre Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezichtigt den jüdischen Staat in einer umfangreichen Broschüre wahrheitswidrig, den Palästinensern das Wasser zu stehlen und sie dadurch an den Rand des Verdurstens zu bringen. Nahezu alle westlichen Politiker betrachten im Verbund mit den Medien nicht die Hamas und die Fatah, sondern die israelischen Siedlungen in den umstrittenen Gebieten als „Haupthindernis für den Frieden im Nahen Osten“ und sind hellauf empört, wenn ihnen die Frage gestellt wird, warum Juden in einem prospektiven palästinensischen Staat eigentlich nicht leben dürfen sollen. Deutsche Friedens- und NGO-Aktivisten begeben sich gemeinsam mit gewalttätigen türkischen Islamisten auf ein Schiff, um als Teil einer angeblichen „Friedensflotte“ die vermeintlich völkerrechtswidrige Absperrung des Gazastreifens zu durchbrechen; nach dem Scheitern dieses Versuchs fordert der Deutsche Bundestag einstimmig (!) Israel auf, die Blockade sofort zu beenden.

Wie kommt es, dass Israel – nicht zuletzt von Organisationen und Politikern, die sich die Verteidigung der Menschenrechte auf die Fahnen geschrieben haben – immer wieder dämonisiert und ihm de facto das Recht abgesprochen wird, sich gegen seine Feinde zur Wehr zu setzen? Warum wird diesen Feinden so viel Verständnis gezollt oder gar Sympathie entgegen gebracht? Weshalb ist die so genannte Israelkritik vor allem hierzulande so ungeheuer populär, und was treibt sie an?

Alex Feuerherdt ist freier Publizist und lebt in Köln. Er schreibt regelmäßig für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften zum Thema Nahost, unter anderem für die Jüdische Allgemeine, Konkret, den Tagesspiegel und die Jungle World.

Veranstalter:
Hamburg für Israel
Freundeskreis der Bezalel Academy of Arts & Design Jerusalem in Deutschland e.V.

Der Eintritt ist frei – Spenden sind erwünscht!


Deutsch-israelische Tanztheater-Performance in Hamburg

Ab dem 15.10.2010 zeigen Schauspieler und Tänzer der Rauwald Company (Hamburg) sowie der Ronit Ziv Company (Tel Aviv) ihre gemeinsame Produktion LEA – CAN I ASK YOU SOMETHING PERSONALLY? auf Kampnagel. Großstadtleben an zwei Orten der Welt: Die Rauwald Company schickt ein Paket mit Filmportraits von Deutschland nach Israel und erhält im Gegenzug israelische Portraits. Aus persönlichen Erzählungen, beruflichen Geschichten, politischen Fragen und Einschätzungen entsteht so szenisches Material mit dem die Künstler eine performative Momentaufnahme liefern.


Kundgebung für die Schließung der Europäisch-Iranischen Handelsbank (EIH) in Hamburg

Stop the Bomb ruft zu einer Kundgebung am kommenden Donnerstag auf:

Kundgebung für die Schließung der Europäisch-Iranischen Handelsbank (EIH) in Hamburg

Donnerstag, den 23. September 2010, 10.30 Uhr – 12:00 Uhr

Depenau 2, 20095 Hamburg

STOP THE BOMB demonstriert gegen die fortlaufenden Geschäfte zwischen der Europäisch-Iranischen Handelsbank (EIH) und der Islamischen Republik Iran. Während das US-amerikanische Finanzministerium die EIH Anfang September auf die Sanktionsliste gesetzt hat, weigert sich die deutsche Bundesregierung bisher, Gleiches zu tun. STOP THE BOMB fordert die sofortige Schließung der in Deutschland registrierten iranischen Handelsbank.

Hintergründe dazu hier.


„Hamburg für Israel“ beim Christopher-Street-Day in Hamburg

Zum 30. Mal fand am vergangenen Wochenende der Christopher-Street-Day in Hamburg statt. Der Höhepunkt war die Parade durch die Innenstadt Hamburgs mit ihren vielen Festwagen. Auch „Hamburg für Israel“ nahm an der Parade teil und informierte über die offene Gesellschaft Israel und den weitreichenden rechten homosexueller Paare, die durch den jüdischen Staat gesichert werden.

Mit ungefähr 30 Teilnehmern war das Netzwerk „Hamburg für Israel“ auf dem Gaypride vertreten und verteilte mehrere Tausend Infobroschüren, welche einen Überblick über die Rechte und die Lebenssituation gleichgeschlechtlicher Paare in Israel. Neben dem infomaterial wurden auch Israelfähnchen und regenbogenfarbende Buttons mit Davidstern an Teilnehmer und Zuschauer der Parade gegeben, welche die Parade noch bunter gestaltete.

Die Broschüren wurden dankend angenommen und aufmerksam gelesen. Aus Rückfragen ließ sich erkennen, dass vielen gar nicht bewusst war, wie weitreichend die Rechte homosexueller Paare in Israel und wie wichtig damit der Israel für die Region ist, in der Gleichbehandlung aller sexuellen Orientierung nicht denkbar ist.

Der CSD ist eine wunderbare Möglichkeit Israel aus einer Perspektive zu präsentieren, welche in der medialen Darstellung kaum Platz findet – eine Perspektive, die Einsicht in die bunte Vielfalt der israelischen Gesellschaft gewährt und Lust macht diese Vielfalt einmal selbst zu erleben. Auch im kommenden Jahr wird sich „Hamburg für Israel“ deshalb am Christopher-Street-Day beteiligen und mit der Hamburger Bevölkerung und allen angereisten ein Zeichen für eine offenere Gesellschaft auch im Nahen Osten setzen. CD

Hamburg Für Israel findet Ihr unter: hamburgfuerisrael.wordpress.com oder bei facebook.com


Israel goes Gaypride in Hamburg

Auch in diesem Jahr ist es wieder soweit. 30 Jahre CSD Hamburg: „Gleiche Rechte statt Blumen!“ lautet das Motto des diesjährigen Gaypride in Hamburg. Bereits in den vergangenen Jahren haben wir uns als Freunde Israels, junge Zionisten und Juden an der Parade beteiligt. In der Vergangenheit machten wir mit Fahnen und Informationen auf die Situation von Schwulen, Lesben und Transsexuellen in Israel aufmerksam und wiesen darauf hin, dass Israel eines der fortschrittlichsten Länder der Welt in punkto Gleichberechtigung von gleichgeschlechtlichen Lebensweisen ist.

„Wir können stolz sein, ein Land zu repräsentieren, das so weit vorne ist, wenn es um die rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen geht“, sagte ein Teilnehmer der Parade im Vorjahr. „Die Menschen haben uns die kleinen Israelfahnen förmlich aus den Händen gerissen. Viele Menschen kamen auf uns zu und freuten sich über unsere Anwesenheit und darüber, die israelische Fahne in diesem Kontext zu sehen“, erzählte Ina, eine der Organisatorinnen unserer Aktion. Letztes Jahr initiierte „Hamburg für Israel“ gemeinsam mit allen Hamburger Lesben- und Schwulenzentren nach dem tödlichen Anschlag auf eine schwul-lesbische Jugendgruppe in Tel Aviv eine öffentliche Solidaritätsaktion in Form von Kondolenzbüchern. Diese wurden sogar im Hamburger Rathaus ausgelegt und später gefüllt mit hunderten Beileidsbekundungen und Unterschriften durch Hilfe der Israelischen Botschaft in Tel Aviv überreicht.

Auch in diesem Jahr werden wir wieder an der Parade teilnehmen und mit Flyern und Buttons auf das tolerante und farbenfrohe Israel hinweisen. Wir wollen in der Öffentlichkeit ein deutliches Zeichen für die Rechte von schwulen, lesbischen und transsexuellen Menschen setzen, und finden, dass auch auf Hamburgs Straßen die Vielfalt Israels in einer bunten, fröhlichen und lauten Weise demonstriert werden sollte.

Für das Gelingen unserer Aktion brauchen wir Dich. Beteilige Dich an der Parade und unser Aktion und unterstütze damit Israel und die schwul-lesbisch-transsexuelle Community.

Wir, das sind junge Hamburger verschiedener Konfessionen und politischen Anschauungen, die sich für eine differenzierte Sicht auf den Nahen Osten und das demokratische Israel einsetzten.

Wir treffen uns am 7. August um 13 Uhr vorm Schauspielhaus Hamburg. Wir freuen uns auf Dich!


SOLIDARITÄT MIT ISRAEL

Wir, eine Gruppe besorgter junger Menschen, sind bestürzt über die neuesten Geschehnisse im Nahen Osten, über die Toten und Verletzten auf Seiten der Besatzung der Schiffe und der israelischen Soldaten, die Opfer einer gezielten Provokation vermeintlicher Friedensaktivisten wurden, die in Wahrheit aber die Hamas unterstützen und eine gewaltsame Konfrontation mit Israel suchten.
Seit Bekanntwerden der Aktion bietet Israel den sogenannten Free-Gaza-Aktivisten an, deren Hilfsgüter nach der Überprüfung auf waffentaugliches Material auf dem Landweg nach Gaza bringen zu lassen. Seit Wochen warnt Israel vor dem Versuch, die nach internationalem Recht legitime und der Verteidigung des Landes dienende Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Tausende von Raketen wurden in den letzten Jahren von dort auf israelische Städte abgefeuert. Die Blockade soll den Beschuss und jeglichen Waffenschmuggel in den von der Hamas beherrschten Gazastreifen unterbinden. Die auch von Deutschland als Terrorgruppe eingestufte Hamas kämpft gemäß ihrer Charta für die Vernichtung Israels.
Der israelische Versuch, den Schiffskonvoi zu stoppen, war ein legitimer und lebensnotwendiger Akt der Selbstverteidigung und die Reaktion auf eine vorsätzliche Provokation.
Israel befindet sich nicht im Konflikt mit der Bevölkerung Gazas. Humanitäre Hilfsgüter gelangen fast täglich in das Gebiet. Im vergangenen Jahr wurden pro Person mehr als eine Tonne Güter geliefert, über 15.000 Tonnen pro Woche.
Die selbsternannte „Hilfsflotte“ plante eine medienwirksame Denunzierung des jüdischen Staates. Offensichtlich war die gewaltsame Auseinandersetzung mit der israelischen Armee und damit die vorsätzliche Gefährdung der Anwesenden auf dem größten Schiff der Flottille Teil des Plans. Jeder Verletzte sollte als Opfer der Israelis dienen. Und der Coup gelang: Ohne gesicherte Informationen wurde Israel direkt nach den Auseinandersetzungen weltweit verurteilt.
Fakt aber ist: Nach internationalem Marinerecht dürfen Boote, die eine Blockade durchbrechen wollen, angehalten und geentert werden. Israel plante keinen Angriff auf eine Hilfsflotte. Fünf der sechs Schiffe folgten der Aufforderung zum Stoppen. Auf dem sechsten stürzten sich Extremisten, bewaffnet mit Pistolen, Messern, Schlagstöcken und anderen Waffen, auf die israelischen Soldaten, die sich von einem Hubschrauber abseilten, und versuchten sie zu lynchen. Die Folge waren Tote und Verletzte. (Text: Honestly Concerned und ILI e.V.)

Wir protestieren gegen eine vorschnelle und einseitige Verurteilung Israels.
Wir, das sind junge Hamburger verschiedener Konfessionen und politischer Anschauung, welche sich für eine differenzierte Sicht auf den Nahen Osten und das demokratische Israel einsetzten.

Wir veranstalten ein sommerliches „get together“, um gemeinsam ein Zeichen unserer Solidarität zu setzen. Bitte bringt Freunde, Ideen und Fahnen mit. Es können Boote gemietet werden und so auf der Alster eine echte weiß-blaue Friedensfahrt veranstaltet werden.

Kennedybrücke, Alster (Außenalster)
Am Sonntag, den 6. Juni um 15 Uhr

Hamburg für Israel!

Pressekontakt: 0163-6044890


Demo am 13.12.2009: Antisemitische Schläger unmöglich machen – auch linke!

Wir möchten hier auf die unterstützenswerte Demonstration des Bündnisses gegen Hamburger Unzumutbarkeiten aufmerksam machen:

Am Sonntag, den 25.10.2009, verhinderten Antisemitinnen und Antisemiten gewaltsam eine vom Hamburger Programmkino b-movie und der Gruppe Kritikmaximierung geplante Vorführung von Claude Lanzmanns Film »Warum Israel«.

Mitglieder des »Internationalen Zentrums« B5, der Gruppe »Sozialistische Linke« (SoL) und der »Tierrechtsaktion Nord« (TAN), die sich mit Mundschutz und Quarzsandhandschuhen auf eine körperliche Auseinandersetzung vorbereitet hatten, verweigerten den Gästen den Zugang ins Kino. Besucherinnen und Besucher wurden dabei gezielt ins Gesicht geschlagen und als „Schwuchteln“ und „Judenschweine“ beschimpft. Auch in den Tagen darauf wurden Gäste, die von Blockadebeteiligten auf der Straße wiedererkannt wurden, bedroht und, in mindestens einem Fall, auch tätlich angegriffen.

In einer offiziellen Stellungnahme rechtfertigte die B5 die Gewaltausbrüche inhaltlich und tat sie als „kleinere Rangeleien“ ab. Diese Erklärung strotzt abermals vor antisemitischen Klischees: So wird etwa „der Zionismus“ als „rassistisches Projekt“ bezeichnet, mittels dessen „künstlich der jüdische Charakter gewahrt werden“ solle. Denn als künstlich gilt der antisemitischen Denkweise immer das jüdische, als natürlich aber alle anderen Völker.
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